Ingeborg Hausmann entwickelte eine App für Krafttraining mit personalisierten Trainingsplänen. Das ursprüngliche System speicherte alle Daten ausschließlich auf Servern. Nutzer in Fitnessstudios mit schlechtem Empfang konnten keine Übungen protokollieren. Die App-Nutzung sank nach der ersten Woche um durchschnittlich 72 Prozent.
Das ursprüngliche Problem
Jede Trainingseinheit erforderte eine aktive Internetverbindung. Wenn das Netzwerk schwächelte, froren Bildschirme ein oder Eingaben gingen verloren. Hausmann erhielt täglich E-Mails von frustrierten Nutzern. Eine Umfrage unter 830 aktiven Nutzern ergab, dass 64 Prozent die App hauptsächlich in Kellerräumen oder Tiefgaragen-Studios verwendeten, wo der mobile Empfang notorisch schlecht war.
Technische Lösung
Das Entwicklerteam implementierte eine lokale SQLite-Datenbank für alle Trainingsdaten. Übungen, Sätze und Gewichte wurden sofort auf dem Gerät gespeichert. Sobald eine Verbindung bestand, synchronisierte die App automatisch im Hintergrund. Videos und Animationen wurden vorab heruntergeladen, wenn Nutzer mit WLAN verbunden waren. Die Umstellung kostete drei Monate Entwicklungszeit.
Veränderungen im Nutzerverhalten
Die durchschnittliche Nutzungsfrequenz stieg von 1,8 auf 4,3 Mal pro Woche. Die Retention nach 30 Tagen verbesserte sich von 23 auf 58 Prozent. Support-Anfragen zu verlorenen Trainingsdaten sanken um 91 Prozent. Hausmann beobachtete außerdem, dass Nutzer längere Trainingseinheiten absolvierten, da sie nicht mehr befürchten mussten, Fortschritte zu verlieren.
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