Theodor Kemper leitete die digitale Transformation bei einem mittelständischen Modeunternehmen mit 18 Filialen. Die bestehende Shopping-App nutzte eine eingebettete Webansicht für den gesamten Checkout-Prozess. Im Winter 2023 lag die Abbruchrate beim Bezahlvorgang bei 67 Prozent.
Technische Ausgangslage
Die alte Implementierung lud eine responsive Website innerhalb der App. Jede Interaktion erforderte einen Server-Request. Nutzer beklagten sich über eingefrorene Bildschirme beim Wechsel zwischen Versand- und Zahlungsoptionen. Die Ladezeit für die Checkout-Seite betrug durchschnittlich 6,4 Sekunden. Kemper stellte fest, dass besonders Android-Nutzer mit älteren Geräten Probleme hatten.
Der Umbau
Das Entwicklungsteam baute den kompletten Checkout mit nativen iOS- und Android-Komponenten neu. Formulareingaben funktionierten jetzt ohne Netzwerkverzögerung. Die Zahlungsoptionen wurden in einer lokalen Datenbank zwischengespeichert. Bildübergänge nutzten plattformspezifische Animationen statt langsamer Seitenneuladeungen. Die Implementierung dauerte vier Monate und kostete das Unternehmen etwa 45.000 Euro.
Konkrete Zahlen nach sechs Monaten
Die Checkout-Abbruchrate fiel auf 26 Prozent. Mobile Bestellungen stiegen von 1.240 auf 2.890 pro Monat. Die durchschnittliche Checkout-Dauer sank von 4,2 auf 1,8 Minuten. Kemper berichtete zudem von einem Rückgang negativer App-Store-Bewertungen, die sich auf den Bezahlprozess bezogen, um 78 Prozent.
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